Du hast den tollsten Content. Glückwunsch! Und seine Distribution, auch toll? Oder noch nicht so? Die Frage, wie man Inhalte treffsicher verbreitet, lässt sich beantworten: durch Seeding.

Starker Content nutzt herzlich wenig, wenn ihn keiner kennt. Viele Unternehmen stellen sich die Frage, wie sie ihre Inhalte im Internet verbreiten können. Das www ist ein Nirvana und ohne kluge Strategie gehen Unternehmensnachrichten darin verloren. Ein probater Weg, sichtbar zu werden, zu sein und zu bleiben ist Seeding (englisch: to seed = säen).

Auch SEO hat Grenzen

Hand aufs Herz – wie wahrscheinlich ist es, dass deine (potenziellen) Stakehoder deinen Content von allein finden? Hast du deine Hausaufgaben gemacht und alles Wissenswerte über dich und dein Angebot SEO- sowie Google-Adwords optimiert, wirst du bestimmt einen gewissen Prozentsatz erreichen. Doch erst ein gut geplantes Seeding wird dir den Erfolg bringen, den du dir wünschst.

Um Content – ob Kampagne, News, Personas – rund um deine Marke in Schwung zu bringen, ist gezieltes Netzwerken notwendig. Du musst von dir reden machen. Seeding ist die Grundlage einer zielführenden Content-Strategie.

Wie im Garten, so im Netz

Nur wer sät, kann auch ernten. Daher ist Seeding eine sinnvolle Marketingstrategie im Internetzeitalter. Seeding ist geplantes Vorgehen, um Content im Internet zu streuen. Dazu kontaktiert der Inhaltsinhaber gezielt thematisch wichtige Influencer, um sie zur Weiterverbreitung seines Contents zu bewegen.

Neues Gießkannenprinzip

Du säst also deinen Content in den Boden der Meinungsführer und Multiplikatoren. Sind diese davon beeindruckt und überzeugt, werden sie zur Gießkanne und sorgen dafür in ihren eigenen Netzwerk – etwa per Social Media, Blog, Forum – dass deine Inhalte wachsen, gedeihen und sich zu voller Blüte entfalten. Im Idealall verbreitet sich der Content (durch die Influencer verteilt) viral weiter, so dass viele Nutzern selbst zu Multiplikatoren werden und die Inhalte freiwillig, ganz ohne Ihr weiteres Zutun, weiter bewerben.

Zwei Wege des Seedings

Es gibt zwei wirksame Seeding-Wege. Beim „einfachen“ Streuen teilen Unternehmen ihren Content auf den eigenen Kanälen und fordern nur ihnen bekannte Influencer zur Verbreitung auf. Aufwand und Kosten sind gering, allerdings ist auch die Reichweite überschaubar und endlich.

Beim „erweiterten“ Seeding wird intensiver und weitreichender gestreut: Deine Videos, Texte oder Bilder werden an eine weit größere Gruppe Influencer in verschiedenen sozialen Medien, Blogs oder auf Websites verbreitet. Einzelne große Contentparts können in mehrere kleine „snackable“ Contentpieces zerlegt und verbreitet werden.

Eine interessante Analyse, welche Zutaten Content braucht, um sich spür- und messbar zu verbreiten, finden Sie hier: http://okdork.com/

Kontaktpflege bedeutet Dialog

Sobald neue Kontakte geknüpft sind, solltest du dich im Gegenzug selbst mit den Inhalten des Dialogpartners verknüpfen. Du kannst Links weiterposten, Beiträge, Videos oder gelungene Grafiken in dein Netzwerk aufnehmen. Schon hast du wieder einen Anlass zur Kommunikation.

“Das #Seeding-Prinzip: Wer intelligent #Content sät, wird #Erfolg ernten.“

Twittern WhatsApp

Fremden Content – zum Beispiel spannende Links aus deiner Branche – zu aggregieren, bei sich selbst (auf der Homepage oder im Blog) aufzunehmen oder sogar als wöchentliche Branchen-News-Übersicht zu veröffentlichen, zeigt deinen Netzwerk-Partnern, dass du aktiv und aufmerksam bist. Dazu gehört auch, sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen, sie zu kommentieren, über den eigenen Tellerrand hinauzuschauen, sich selbst als Experten zu positionieren und als Influencer zu etablieren. Das kann dann sogar branchenübergreifend funktionieren.

So klappt dein Seeding

Diese fünf Grundregeln helfen beim multimedialen „Gartenanbau“:

  1. Beziehung. Netzwerk aufbauen, pflegen, erweitern. Online (in allen relevanten sozialen Medien) und offline (Messen, Kongresse, PR-Konferenzen).
  2. Zielgruppe. Lege fest, wen du erreichen willst und kannst und in welchen Kanälen sich deine Steakholder befinden. Bei Facebook, Twitter, Blogs wie LinkedIn oder Insider-Foren? Analysiere, wer deine Website besucht, wo und wie diese Personen verlinkt sind.
  3. Influencer. Finde die maßgeblichen Multiplikatoren – die Wissens- und Meinungsträger zu deinen Themen. Like deren Beiträge und nimm Kontakt auf. Möglichst persönlich. Das Renommee anerkannter Experten färbt auch auf dich und dein Unternehmen ab.
  4. Interesse. Biete deinem Wunsch-Influencer etwas. Eine Problemlösung, eine News, etwas Unterhaltsames oder eine Ergänzung seiner Thesen.
  5. Analyse. Verfolge die Wirkung deiner Seeding-Aktionen und halten die Ergebnisse fest. Gutes Monitoring ist wichtig als Learning für weitere Seedings.

Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?